Vielleicht weil es ein Buch voller Widersprüche ist, wurde es zu einem “heiligen Buch”?

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Vielleicht weil es ein Buch voller Widersprüche ist, wurde es zu einem “heiligen Buch”?

2010 / 09 / 03

„Muslime sagen, daß die originalen von Gott gesandten Schriften wie die Torah und Bibel verloren sind! Und ich glaube auch nicht, daß uns irgendwer sagen kann, wann und wie sie verloren gegangen sind.“ Dies ist was Prediger Jimmy Swaggart in Antwort auf die Muslime sagte. Nun, ist diese Antwort wissenschaftlich richtig, oder ist es nur das Herumspielen mit Worten und nichts anderes?

Was muslimische Gelehrte oft wiederholen ist daß die Bücher und Schriften, die sich heute in den Händen der Juden und Christen befinden, verändert und verdreht sind und Hinzufügungen beinhalten. All dies geschah vor dem Prophetentum des Muhammad (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie). Keiner der muslimischen Gelehrten behauptet, daß alles verloren wurde, sondern eher mehr daß diese Bücher sowohl authentisches aber auch falsches miteinander kombiniert.

Was Swaggarts Kommentare betrifft, beabsichtigen wir nicht herauszufinden, wer diese Veränderungen begangen hat und wann. Es ist wichtig zu beweisen, daß diese Veränderungen stattfanden, und daß wir Beispiele liefern welche neutralgesinnte Forscher hervorheben. Diese wiedersprechen heiliger Offenbarung, und beinhalten gravierende Fehler die einen normalen menschlichen Diskurs nicht ermutigen.

Stellen wir uns vor man nimmt die Hand eines Priesters, geht mit ihm bei der Kirche raus und sagt: Sehen sie sich diese ermordete Person an! Nach Swaggarts Logic, müßte der Priester dann sagen: Nein, ich kann nicht glauben, daß er ermordet wurde außer sie sagen mir, wie, von wem und warum er umgebracht wurde.

Ist dies plausibel? Natürlich nicht, aber genau dies ist die Position der christlichen Gelehrten bezüglich dem Thema der Veränderungen in der Bibel. Man kann ihnen zahlreiche Beispiele von Veränderungen und Wiedersprüchen zwischen den unterschiedlichen Versionen der Bibel bringen, aber sie werden nur sagen: Nein, wir werden es nicht glauben! Sagt uns, wie, wann und wo dies passiert ist!

Manche Christen welche die Beweise der Veränderungen in ihren Büchern ignorieren, sagen: Wenn Gott den Menschen ein Buch gibt, glaubt ihr nicht daß Gott es schützen würde? Die Antwort ist ja, Gott kann sein Wort beschützen. Aber er gab diesen Auftrag sein Buch zu schützen den jüdischen Gelehrten als eine Prüfung. Er selbst schützt das Wort nicht, sondern vergibt diese Aufgabe durch einen Befehl. Die Gelehrten können danach handeln oder nicht.

In Deuteronomium (4:2) sagt Gott: “Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete! Weiters sagt er in (12:32) „Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, daß ihr darnach tut. Ihr sollt nichts dazutun noch davontun.” In dem Buch der Sprüche (30:5-6) sagt Gott: Alle Rede Gottes ist geläutert; ein Schild ist er denen, die auf ihn trauen. „Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht überführe und du als Lügner erfunden werdest.“

Wir haben auch eine starke Warnung in Offenbarungen 22:18-19, in denen Gott sagt: „Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: „So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil von Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist.“

Die oben genannten Zitate warnen die Juden vor der Veränderung des Wort Gottes, entweder durch Hinzufügung oder Entfernung. Dies bedeutet daß Entfernung mancher Sätze oder ganzer Texte möglich war, da der Author die Strafe dafür beschreibt. Gottes Befehl die Gebote nicht zu verändern ist der beste Beweis dafür, daß dies möglich ist und geschehen kann.

Wenn der Mensch das Wort Gottes nicht verändern kann, warum sollte Gott sie dann davor warnen, sein Wort zu ändern? Soll Gottes Befehl heißen, daß es unmöglich ist, das Wort zu verändern. Natürlich nicht. Gott erteilte den Menschen so viele Befehle, wie zum Beispiel in Exodus 20:3-4: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.“. Heißt dies, das die Juden nie jemandem anders als Gott verehrten oder nie Statuen und Bilder zum anbeten machten?

Die Torah ist voll von Beispielen in denen die Israeliten ihre Religion verließen um eine Kuh oder andere Götzen zu verehren. Im Koran, dem muslimischen heiligen Buch, sagt Gott der allmächtige über die Torah, die heilige Verfassung des Moses (Friede sei mit ihm) und auch Propheten die ihm folgten bis zum Erscheinen des Jesus (Friede sei mit ihm): Wir hatten die Thora hinabgesandt, in der Führung und Licht war. Damit haben die Propheten, die gehorsam waren, den Juden Recht gesprochen, und so auch die Wissenden und die Gelehrten; denn ihnen wurde aufgetragen, das Buch Allahs zu bewahren, und sie waren seine Hüter. Darum fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich; und gebt nicht Meine Zeichen hin um geringen Preis. Wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind die Ungläubigen. (Surat Al-Maidah, Vers: 44)

Der Satz “denn ihnen wurde aufgetragen, das Buch Allahs zu bewahren“ heißt, daß es ihnen beauftragt war, dieses Buch zu bewahren. Daß die Menschen das Buch veränderten bedeutet nicht, daß Gott sein Buch nicht beschützen kann. Es heißt, daß er es sich nicht auf sich nahm, das Wort zu beschützen da er die Juden selbst dieser Aufgabe anvertraute.

Es ist bekannt, daß hunderte Propheten und Gesandte nach Noah (Friede sei mit ihm) kamen, deren Schriften und Texte Gott nicht beschützte. Und wenn schon, wo sind sie? Zum Beispiel die Schriften Abrahams, welche im Quran erwähnt werden, wo sind sie heute?

Schlußentlich, warum glauben wir das es unmöglich ist, daß die Juden zu jener Zeit diese Veränderungen durchgeführt hatten? Hatten sie nicht oft genug sich gegen die Propheten gestellt? Schufen sie nicht eine Kuh, und beteten sie dann statt Gott an? Beschuldigten sie die heilige Jungfrau Maria (Friede sei mit ihr) nicht der Unzucht? Weigerten sie sich nicht Jesus (Friede sei mit ihm) trotz aller seiner Wunder zu glauben?

Die Torah hatte genau gesagt, daß die Juden Chaos anrichten und gegen Gott und seinen Worten rebellieren würden. Dies ist was Moses in der Torah sagte nachdem er den Juden befahl die Torah neben der Arche des Abkommens zu legen: „Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe, wo ich noch heute mit euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen wider den HERRN; wie viel mehr nach meinem Tode!“ [Deuteronomium, 31:27].

Was den Widersprüchen in der Bible in der Bibel betrifft, so gibt es viele davon und viele Fehler. Dies beweist, daß die heutige Bibel nicht das wahre Wort Gottes ist, sondern das veränderte Wort Gottes ist. Hier sind einige Beispiele:

• Sowohl Mathäus (21:18) und Markus (11:12) berichten die Geschichte in der Jesus einen Feigenbaum verfluchte. Klare Unterschiede bestehen jedoch, da Mathäus berichtet daß er dies nachdem er den Tempel gereinigt, und die Händler vertrieben getan hat. Ganz im Gegensatz dazu berichtet Markus, daß dies vorher stattfand. Wie können die Worte Gottes einander wiedersprechen?

• Dem Markus Evangelium nach (11:12), verfluchte Jesus den Baum und seine Gefährten inklusive Peter wußten dies auf ihren Weg zurück in die Stadt (11:20). Das Gegenteil kann jedoch in Mathäusevangelium gefunden werden. Er erzählt uns, daß dieses Ereignis am gleichen Tag stattfand und daß der Baum sofort vertrocknete (Mathäus 21:18-20).

• Im Markus Evangelium (14:32-43) wurde Jesus in Gethsemane gefangen genommen. Im Lukas Evangelium (22:29-47) wurde Jesus am Olivenberg gefangen genommen. Wie kann es solche Widersprüchliche Informationen geben? Man kann auch nicht argumentieren, daß die beiden Plätze nahe beieinander liegen. Wie ein Blick auf die Landkarte Jerusalems zeigt, liegen die beiden Ort weit voneinander entfernt und keiner kann dann behaupten, die beiden Orte sind die gleichen, sowie in der Dreifaltigkeit behauptet wird, 3=1!!

• In Mathäus (16:17-19) belohnt Jesus Peter indem er ihm absolute Authorität gibt und sagt zu ihm: „Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jona's Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“

Dies ist ganz bestimmt eine große Ehre und Privileg für Peter von Jesus (Friede sei mit ihm). Er hätte dies bestimmt nicht ohne Absicht und Wissen seiner Worte gesagt. Im selben Buch aber wird kurz darauf behauptet, daß Jesus sagte: „Aber er wandte sich um und sprach zu Petrus: Hebe dich, Satan, von mir! du bist mir ärgerlich; denn du meinst nicht was göttlich, sondern was menschlich ist.“ (Mathäus 16:23). Mathäus hat vergessen, sein Buch zu harmonisieren, denn zuerst wird Petrus zu einem Stellvertreter gemacht, und kurz darauf als Satan und Hinderniss bezeichnet!

• Johannes schreibt in (1:18), daß niemand Gott jemals gesehen hat. Er bestätigt dies auch in Johannes 1:18, indem er sagt: „Niemand hat Gott je gesehen.“ Auch in Exodus 33:20, sagt Gott zu Moses: „Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.“ Es gibt jedoch Verse, welche das Gegenteil behaupten, wie Genesis 32:31, in der steht: „Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen.“

Auch in Exodus 24:9 lesen wir von siebzig älteren Israeliten, inclusive Moses und Aaron, wleche Gott ashen: „Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie ein schöner Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn's klar ist. Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Obersten in Israel. Und da sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.“

Welches Buch soll man nun glauben? Jenes welches behauptet, es sei nicht möglich Gott zu sehen, oder jenes welches behauptet es sei möglich? Weiters müßen wir wissen wie es möglich ist, daß Gott solche unterschiedlichen Sachen sagt. Die einzige Antwort ist, daß dieses „heilige Buch“ nicht von Gott ist und verändert wurde.

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